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DIE GESCHICHTE DER
LONGINES CHI CLASSICS BASEL.

Was heute als eines der renommiertesten Reitsportereignisse der Schweiz gilt, begann mit der Vision zweier Männer. Aus einem regionalen Pferdesporttag auf dem Schänzli entwickelte sich ein internationales Fünf-Sterne-Turnier mit Weltcup-Status. Die Geschichte der LONGINES CHI CLASSICS BASEL ist geprägt von Pioniergeist, gewachsenem Ehrgeiz und stetigem Wachstum.

Die Anfänge: Vom Schänzli zur nationalen Bühne
Den Grundstein legte Willy Bürgin. Im Jahr 2001 organisierte er nach langer Pause wieder regionale und nationale Pferdesporttage auf dem Schänzli. Als grosser Pferdemann verstand er es, motivierte Mitstreiter für seine Ideen zu gewinnen. Die Basler Pferdesporttage erlangten schnell an Bedeutung. 2007 und 2008 fanden bereits die Schweizer Meisterschaften in Basel statt – mit jeweils rund 10’000 Zuschauenden. Sie verliehen dem traditionsreichen Schänzli neuen Glanz.

In dieser Phase spielte der Unternehmer Thomas Straumann eine entscheidende Rolle. Straumann ist ein Pferdemann durch und durch. Seit fünf Generationen gehören Pferde zu seiner Familie. Seine beiden Töchter sind im internationalen Reitsport erfolgreich. Straumann verfolgte die gleiche Idee wie Bürgin: in Basel ein internationales Reitturnier auf allerhöchstem Niveau etablieren. Die beiden taten sich zusammen. 2010 war es schliesslich soweit: Der CSI Basel feierte Premiere. Als OK-Präsident amtete Bürgin, Straumann war Präsident des Verwaltungsrates.

2010 bis 2013: Vom Vier- zum Fünf-Sterne-Turnier
Bei der Premiere im Jahr 2010 war zunächst maximal das Vier-Sterne-Level möglich. Das Programm umfasste neun Springprüfungen für die Weltrangliste und fünf für die internationale Amateurtour. Die sich damals mehrheitlich im Besitz von Thomas Straumann befindliche H. Moser & Cie trat als Titelsponsor auf.

Bereits ein Jahr später folgte der nächste Meilenstein: Das Turnier in Basel wurde erstmals auf Fünf-Sterne-Niveau ausgetragen und etablierte sich endgültig in der internationalen Spitzengruppe. Das Sportprogramm wuchs kontinuierlich und es kamen neue Formate wie das Teamspringen hinzu. 2012 führte das Turnier mit der ‘Goldenen Trommel von Basel’ eine eigene auf höchstem Niveau ausgetragene Springprüfung ein. Mit dem ‘Award of Honour’ wurde zudem eine Auszeichnung ins Leben gerufen, die seither herausragende Persönlichkeiten des Pferdesports würdigt. Gleichzeitig wurden erste Showprogramme durchgeführt und zahlreiche neue Sponsoren – darunter Basel Tourismus und der Swisslos-Sportfonds Basel-Stadt - engagierten sich für den Anlass.

Die Teilnahme des Olympiasiegers Steve Guerdat im Jahr 2013 sowie die erstmalige Live-Übertragung im Schweizer Fernsehen verdeutlichen die wachsende sportliche und mediale Bedeutung des Anlasses. Mit einem Preisgeld von 450'000 Franken im Grand Prix zählte Basel nun zu den höchstdotierten Springturnieren des Landes.

2014 bis 2020: LONGINES als Titelpartner und der Weg zum Weltcup
Zum fünfjährigen Jubiläum gewann das Turnier 2014 mit LONGINES einen neuen Titelpartner, der dem Anlass bis heute seinen Namen gibt. Das Sportprogramm wurde stetig um weitere Prüfungen der internationalen Amateurtour erweitert. Es entstanden neue Hospitality-Bereiche wie der ‘Black Horse Club’ und die ‘Basler Brugg’. Ab 2016 kamen eigens für Basel konzipierte Hindernisse zum Einsatz. Mit dem Grand Hotel Les Trois Rois und J. Safra Sarasin gewann das Turnier einen Platin- und einen Goldpartner, die es bis heute grosszügig unterstützen.

2018 schrieb Martin Fuchs Geschichte. Auf Clooney gewann erstmals ein Schweizer die Hauptprüfung in der St. Jakobshalle, die sich damals mitten im Umbau befand.

Ein besonderer Höhepunkt folgte im Jahr 2019 zum zehnjährigen Jubiläum. Nachdem Zürich über viele Jahre den Weltcup durchgeführt hatte, wurde Basel durch die FEI der FEI Jumping World Cup™ der Westeuropaliga zugeteilt. Martin Fuchs gewann auch diese Weltcupprüfung. Anschliessend empfing der Basler Regierungsrat das Organisationskomitee sowie die Reiterinnen und Reiter im Rathaus. Im selben Jahr wurde der Umbau der St. Jakobshalle abgeschlossen. Das Turnier profitierte jetzt von einer noch besseren Infrastruktur. Mit dem Award of Honour ehrte das Turnier 2019 die prägendsten Figuren des Dressurreitens der Jahre 1973 bis 1989: Christine Stückelberger, die erste Schweizer Olympiasiegerin, und den dreifachen Olympia-Medaillengewinner Otto J. Hofer.

Auch 2020 setzte Basel sportliche Massstäbe. Steve Guerdat gewann mit Victorio des Frotards sowohl die Weltcupprüfung als auch die Hauptprüfung im Grand Prix. Das Showprogramm mit Alphornbläsern, Fahnenschwingern, The Pipes and Drums of Basel sowie der Schotte Clique 1947 Basel begeisterte das Publikum.

Nach den pandemiebedingten Unterbrüchen 2021 und 2022 schrieb das Turnier seine Erfolgsgeschichte weiter.

Seit 2023: LONGINES CHI CLASSICS BASEL – Springen, Dressur und Voltige unter einem Dach
Mit Andy Kistler als neuem Präsidenten begann 2023 ein weiteres bedeutendes Kapitel. Das Turnier trug erstmals den heutigen Namen LONGINES CHI CLASSICS BASEL und erweiterte sein Programm mit der Dressur. Zwei Weltcupprüfungen dieser Disziplin feierten ihre Basler Premiere. Damit erfüllte sich ein Wunsch von Thomas Straumann, den er schon zu Beginn seines Engagements geäussert hatte. Aus einem reinen Springturnier wurde so ein vielseitiger Pferdesportanlass mit mehreren Disziplinen auf höchstem internationalem Niveau.

Im Jahr 2024 kam mit dem Voltigier-Weltcupfinal eine dritte Disziplin auf höchster Stufe hinzu. Gleichzeitig führte das Turnier U25-Prüfungen für den sportlichen Nachwuchs ein. Der Schweizer National-Zirkus Knie sorgte mit einem Pferdekarussell mit 28 Pferden für ein weiteres Spektakel.

2025 diente die Veranstaltung schliesslich als Hauptprobe für die FEI World Cup Finals in den Disziplinen Springen, Dressur und Voltigieren, die wenige Monate später in Basel stattfanden. Zudem wurden erstmals zwei Dressurprüfungen auf Drei-Sterne-Niveau ins Programm aufgenommen. Die FEI World Cup Finals waren in dieser Austragungsform für Basel und die Schweiz eine Premiere und eine grosse Ehre. Und Basel darf sich bereits über die erneute Zuteilung freuen: Im April 2028 kehren die FEI World Cup Finals in die St. Jakobshalle zurück.

Mit dem neuen Präsidenten Thomas Straumann und der 15. Austragung im Januar 2026 setzten die LONGINES CHI CLASSICS BASEL ihre Geschichte fort. Eine beeindruckende Entwicklung vom regionalen Turnier auf dem Schänzli zu einem festen Bestandteil des internationalen Pferdesportkalenders. Möglich gemacht von Persönlichkeiten mit Weitsicht, Leidenschaft und Durchhaltewillen.

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